Zum Hauptinhalt springen

24. November bis 23. Dezember 2026

Der Leipziger Weihnachtsmarkt

Über 250 Stände, eine Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, und eine ganze Altstadt, die vier Wochen lang nach gebrannten Mandeln riecht. Was Ihr wissen solltet, bevor Ihr kommt — und was in denselben Wochen sonst noch in Leipzig passiert.

Ein Markt, der eigentlich ein Weg ist

Wer zum ersten Mal herkommt, sucht den Weihnachtsmarkt. Und findet ihn nicht — jedenfalls nicht als einen Platz. Der Leipziger Markt zieht sich quer durch die Altstadt, von einem Ende zum anderen. Allein der Weg dauert eine gute Viertelstunde, wenn Ihr durchlauft und nirgends stehen bleibt. Nur macht das niemand. Plant einen Abend ein, keine Stunde.

Vom Hauptbahnhof kommend fangt Ihr am besten am Augustusplatz an. Dort dreht sich das Riesenrad, und daneben stehen das Finnische und das Südtiroler Dorf — zwei Ecken, in denen es länger dauert, als man vorhat. Ein paar Schritte weiter liegt der Nikolaikirchhof, und das ist der Teil, den viele übergehen. Zu Unrecht: Hier ist es ruhiger, hier bekommt Ihr einen Glühwein, ohne zu drängeln.

Dann wird es lauter. Im Salzgässchen drehen sich das Kinderkarussell und das Märchenland, in der Katharinenstraße arbeitet die Wichtel-Werkstatt, und wer mit Kindern unterwegs ist, kommt hier so schnell nicht weg. Ein Abschnitt zieht sich außerdem durch die Strohsackpassage.

Das Herz ist der Marktplatz vor dem Alten Rathaus. Hier steht die Bühne, hier ist es am vollsten, und hier bleibt der Markt auch am letzten Tag noch stehen, wenn der Rest schon abgebaut ist. Gleich daneben, am Naschmarkt, wird es historisch: Der Mittelaltermarkt riecht anders als der Rest — nach Feuer, nach Met, nach Fell.

Und am Ende, am Thomaskirchhof, steht Ihr vor der Kirche, in der Bach 27 Jahre lang Kantor war. Das ist kein Zufall der Wegführung, sondern der Punkt, an dem dieser Markt aufhört, nur ein Markt zu sein. Was dort abends passiert, steht weiter unten.

Wann Ihr kommen solltet

Geöffnet wird um 10 Uhr, und die erste Stunde gehört fast Euch allein. Wer Fotos will oder in Ruhe schauen möchte, was die Stände am Nikolaikirchhof tatsächlich anbieten, kommt vormittags. Ab dem späten Nachmittag füllt es sich, an den Adventswochenenden erheblich.

Freitags und samstags könnt Ihr bis 22 Uhr bleiben, an allen anderen Tagen bis 21 Uhr. Auf der Bühne am Marktplatz läuft täglich ab 16.30 Uhr ein Programm, und mehrmals am Tag wird vom Alten Rathaus geblasen — Posaunen, von oben, über die Köpfe hinweg. Das ist der Moment, in dem alle stehen bleiben.

Am 28. November kommt der Weihnachtsmann gegen 11 Uhr am Hauptbahnhof an und fährt in der Kutsche zum Markt. Wer kleine Kinder dabei hat, sollte diesen Samstag im Kalender anstreichen.

Zwei Tage, die anders laufen

Am Eröffnungstag, dem 24. November, geht es erst um 17 Uhr los — wer mittags anreist, steht vor geschlossenen Buden. Und am 23. Dezember, dem letzten Tag, ist nur noch der Marktplatz geöffnet, bis 20 Uhr. Wer für diesen Tag den ganzen Markt eingeplant hat, plant besser um.

Was in denselben Wochen noch läuft

Der Markt ist der Anlass. Der Grund, mehrere Tage zu bleiben, ist ein anderer: In diesen vier Wochen ist in Leipzig fast jeden Abend etwas los — und zwar an Orten, für die andere Städte Eintritt verlangen würden.

Arena — Konzerte, Comedy, Show

Die ersten beiden Adventswochenenden sind praktisch durchgetaktet. Wenn Ihr an einem dieser Termine anreist, seid Ihr nicht die Einzigen, die ein Bett suchen.

  • Fr 27. Nov.Nights on Broadway — Bee-Gees-Tribute
  • Sa 28. Nov.Rea Garvey, „Christmas Calling“
  • So 29. Nov.Chris Tall, „Keep Laughing“
  • Mi 2. Dez.Hazel Brugger, „Good Evening Europe“
  • Do 3. Dez.Lisa Eckhart, „Ich war mal wer“
  • Fr 4. Dez.PUR, Arena Tour — 20 Uhr
  • Sa 5. Dez.Weimar, „Invictus Tour Part II“
  • Mo 7. Dez.BAP, „Fünfzig Jahre — Die Zielgerade“, 19.30 Uhr
  • Di 15. Dez.Bonez MC & RAF Camora, „10 Jahre Palmen aus Plastik“
  • ab 23. Dez.Holiday on Ice, „MIRAGE“ — läuft bis zum 27. Dezember

Thomaskirche — jede Woche

Der Thomanerchor singt nicht nur zu Weihnachten. Er singt jede Woche, und man kann einfach hingehen.

  • freitags 18 UhrMotette, etwa eine Stunde
  • samstags 15 UhrMotette, meist mit einer Bach-Kantate, etwa 80 Minuten
  • sonntags 9.30 und 18 UhrGottesdienst, musikalisch begleitet

Am Eingang wird ein Programmheft für 3 Euro gekauft; für Kinder, Schüler und Inhaber des Leipzig-Passes ist der Eintritt frei. Reservieren könnt Ihr nicht — kommt früh, es wird voll.

Oper Leipzig — den ganzen Advent

„Der Nussknacker“ läuft ab dem 2. Dezember, in der Choreografie von Kaloyan Boyadjiev. Rund zwei Stunden mit einer Pause, geeignet ab 6 Jahren. Der Klassiker, den man einmal im Leben an einem richtigen Opernhaus gesehen haben sollte.

Gewandhaus — zwischen den Jahren

Beethovens Neunte, viermal, unter Andris Nelsons — mit dem Gewandhausorchester, dem Opernchor, dem Gewandhauschor und dem Gewandhaus-Kinderchor.

  • 29. Dezember19.30 Uhr
  • 30. Dezember19.30 Uhr
  • 31. Dezember17 Uhr
  • 1. Januar 202717 Uhr — zugleich die Eröffnung des Beethoven-Jahres

2027 jährt sich Beethovens Todestag zum 200. Mal. Das Neujahrskonzert eröffnet ein ganzes Jahr, das im Mai mit dem Beethoven Festival seinen Höhepunkt erreicht.

Der 24. Dezember in der Thomaskirche

Wer über Weihnachten bleibt, hat an einem einzigen Tag die Wahl zwischen vier Terminen. Und das an der Kirche, an der Bach seine Weihnachtsmusik geschrieben hat.

  • 13.30 UhrWeihnachtsmotette mit Thomanerchor und Musikern des Gewandhausorchesters
  • 16 UhrChristvesper mit dem Thomanerchor
  • 18 UhrChristvesper mit dem Leipziger Vocalensemble
  • 23.59 UhrKomplet, gesungen von den Männerstimmen des Thomanerchores

Am 25. und 26. Dezember folgt jeweils um 9.30 Uhr der Festgottesdienst mit der ersten und zweiten Kantate aus Bachs Weihnachtsoratorium, begleitet vom Gewandhausorchester.

Wenn Ihr bleiben wollt

Ihr habt es beim Lesen vermutlich schon gemerkt: An einem Tag ist das alles nicht zu schaffen. Wer den Markt am Vormittag in Ruhe erleben und abends noch in die Thomaskirche will, braucht eine Unterkunft — und die sollte nicht am Stadtrand liegen.

Da können wir Euch mit besonders gutem Gewissen etwas anbieten: fünf Suiten unterschiedlicher Größe und ein Multifunktionsapartment, alle in einem denkmalgeschützten Stadtpalais von 1900 im Musikviertel. Hohe Räume, Echtholzparkett, handverlesene Einrichtung — und trotzdem alles da, was man heute erwartet: eigene Küche, Luxusbad mit Regendusche, Klimaanlage, Smart-TV. Bettwäsche und Handtücher sind selbstverständlich dabei, und der historische Personenaufzug von 1908 bringt Euch nach oben.

Rund anderthalb Kilometer sind es bis zum Marktplatz. Weit genug weg vom Gedränge, nah genug dran, um abends noch einmal loszugehen.

Ist im Advent noch etwas frei?

Über unsere Website bucht Ihr 5 % günstiger als über die Buchungsportale.

Vorbelegt ist ein Adventswochenende. Für den Jahreswechsel einfach die Termine ändern.

Von uns aus

  • Bushaltestelle70 m — Richtung Hauptbahnhof
  • Clara-Zetkin-Park8 Min. zu Fuß
  • Thomaskirche1,4 km · knapp 20 Min. zu Fuß
  • Gewandhaus1,6 km · gut 20 Min. zu Fuß
  • Oper am Augustusplatz2,1 km · rund 25 Min. zu Fuß

Am schnellsten seid Ihr mit dem Bus: 70 Meter bis zur Haltestelle, Richtung Hauptbahnhof — und von dort ist es überall hin ein Katzensprung. Zu Fuß nach Hause geht auch, wenn der Abend danach ist.

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten, Programm und Termine nach Angaben der Stadt Leipzig, der QUARTERBACK Immobilien ARENA, des Gewandhauses, der Oper Leipzig und der Thomaskirche. Änderungen sind möglich.